Sarrod-Sarród – Deutsch

Szerző: 

Karlheinz Willführ

„Auf dem Weg zu deinen Freunden darf das Gras nie hoch wachsen.”

Als ich mit der Chronik für Sarrod beschäftigt war, interessierte natürlich sehr, woher der Name Sarrod kommt.

Es fanden sich zwei Erklärungen:

  • Sarrod kommt von einer Rodung eines Balthasar (Baltha SARRODung). Dies passt auch zu der Rodungsepoche (700-1000) und der Ersterwähnung Sarrods 1297.
  • Sarrod lässt sich vom Althochdeutschen „Sar” – „Schilf” ableiten, also „Schilfrodung”.

Da Sarrod am Berg liegt, konnte eigentlich nur die erste Erklärung zutreffen.

In Gesprächen mit Mitbürgern ergab sich eines Tages, dass Josef Hohmann aus Ulmbach mir erklärte, dass seine Frau Erna einmal an der ungarischen Grenze an der Einreise gehindert wurde, weil man dort meinte, sie sei „Republikflüchtling” aus Sarrod (Ungarn). Die Überraschung:

Es gibt noch ein Sarrod oder?

Also Landkarten besorgen und in Ungarn nachschauen nach dem anderen Sarrod.

War die Nachricht eine Verwechslung? Wieso?

Auf den Karten gab es in Ungarn kein Sarrod.

Nach einiger Zeit kam Ernas Bruder, Alfred Röder zu mir und zeigte mir auf einer neuen Karte „Sarród” am südlichen Teil des Neusiedler Sees in Ungarn. Da war schon etwas Herzklopfen dabei. Doch wie konnte das sein? Nun, später wurde es uns erklärt: Das Gebiet war Grenzgebiet und Sperrzone und wurde so zum Sicherheitsgebiet, unterlag einer gewissen Geheimhaltung und nicht alle Dörfer wurden in den Karten aufgezeigt. Die Karte „ohne Sarrod” habe ich gut aufbewahrt.

Unsere Freude war groß, besonders für mich, denn für mich zeigten sich Möglichkeiten des Kontaktes über unsere Grenzen hinaus.

Auch vom Namen her würde sich „Sarród” zu den Nachforschungen als „Schilfrodung” gut einfügen. So wuchs die Neugier, aber noch mehr der Wunsch, die Menschen und ihren Lebensraum kennenzulernen. So nutzte ich die Verbindung, die wir durch die Partnerschaft Ulmbachs mit Szederkény hatten, und bat Freunde, eine Verbindung mit „Sarród” aufzunehmen. Sie wollten meinen Wunsch nach Kontakten übermitteln. Ich wurde nicht enttäuscht. Sehr erfreut waren wir, als die Bürgermeisterin Frau Varjas 1996 ausführlich antwortete, und Postkarte mit Sehenswürdigkeiten „Sarróds” beilegte.

Tatsächlich eine Idylle in der Seeregion und – viel Schiff am See – siehe oben!

Unsere 700-Jahr-Feier wurde gerade vorbereitet, eine ausgezeichnete Gelegenheit „Sarróder” Bürger/innen aus Ungarn hier zu unserer Feier zum Mitfeiern einzuladen.

Ja, und dann kamen „Fremde” und wurden zu „Freunden”.

Besuche und Gegenbesuche wechselten sich ab und gerade die herzlichen familiären Verbindungen wurden zum starken Völker verbindenden Band und für alle zu erlebnisreichen persönlichen Bereicherung des Lebens.

Und das ausgerechnet Alfred Röder, der mir als erster den Weg nach Ungarn zeigte, die liebe Gisela aus Ungarn heiratete, bringt einen ganz persönlichen Aspekt in die Verbindung, aber zeigte euch wunderbare Wege des Lebens, doch davon bald mehr!

Autor

Karlheinz Willführ, Sarróds Ehrenbürger, Begründer der Partnerschaft

    Van olyan ismerőse akit
    érdekelhet?

    Küldjön neki egy ajánlást

    Kérjük válassza ki ezt az ikont: zászló.

    Hasonló fejezetek